Mit Macht für die 8! Die Bundesregierung plant tiefgreifende Eingriffe in den Sozialstaat – und die Gewerkschaften gehen auf Gegenkurs.

Frank Schischefsky und Johannes Dörband vom ver.di Landesbezirk Nord, quatschen über:.

In der neuen Folge von „Leuchtfeuer – Macht für die Acht“ sprechen wir über die geplante Arbeitszeitflexibilisierung und ihre Folgen: über Gesundheit und steigende Krankheitsrisiken, über Familien und Kinderbetreuung, über die Auswirkungen auf Frauen und Care-Arbeit.

Wir sprechen darüber, warum es die Möglichkeiten zur Flexibilisierung der Arbeitszeit eigentlich längst gibt. Über Tarifverträge und die Gefahr von Tarifflucht. Über Arbeitszeitdokumentation und die Frage, was hinter dem Ruf nach weniger Bürokratie steckt.

Acht Stunden sind mehr als acht Stunden!

Was passiert, wenn der Acht-Stunden-Tag aufgeweicht wird? Wird Deutschland dadurch produktiver – oder werden Beschäftigte einfach länger und stärker belastet?

Und wir schauen über die Arbeitszeit hinaus: Warum wird die Sonntagsöffnung im Handel immer weiter vorangetrieben? Warum soll mehr Arbeit die Lösung sein, wenn gleichzeitig Digitalisierung, Innovation und Infrastruktur die eigentlichen Produktivitätsthemen sind?

Auch die Debatte über Bürgergeld, niedrige Löhne und die Frage, wer für den Sozialstaat bezahlen soll, kommt auf den Tisch. Denn während über die angeblich zu hohen Sozialausgaben diskutiert wird, bleibt die Frage nach Vermögensverteilung, Vermögensteuer und Erbschaftsteuer oft erstaunlich leise.

Am Ende geht es deshalb um eine grundsätzliche Frage:

Wie wollen wir eigentlich arbeiten – und wie wollen wir leben?

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