Rente mit 67 – oder noch länger? Und wer kann das überhaupt noch leisten?

In der neuen Folge von „Leuchtfeuer – Macht für die Acht“ sprechen Johannes Dörband und Frank Schisvhefsky über den einen der härtesten Punkte der aktuellen Sozialstaatsdebatte: die geplante Rentenreform.

Was bedeuten die Vorschläge der Rentenkommission konkret für Beschäftigte und zukünftige Rentnerinnen und Rentner? Über die schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters, die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren und die Frage, ob längeres Arbeiten tatsächlich für alle möglich ist.

Denn eine Zahl lässt aufhorchen: In einer großen ver.di-Arbeitszeitbefragung gingen zwei Drittel der Befragten nicht davon aus, gesund bis zur Rente arbeiten zu können. Permanente Arbeitsverdichtung, Fachkräftemangel, körperliche und psychische Belastungen spielen dabei eine Rolle.

Wir sprechen außerdem über die geplante kapitalgedeckte Altersvorsorge und ihre Risiken. Über die Frage, warum die betriebliche Altersversorgung als zweite Säule eine größere Rolle spielen könnte. Über flexible Übergänge statt eines starren höheren Rentenalters und über die Frage, was 45 Jahre Arbeit eigentlich noch wert sind.

Aber es geht noch weiter: Warum sind Frauen im Alter besonders häufig von Armut betroffen? Was hat der Gender Pay Gap mit der späteren Rente zu tun? Warum sollten auch Selbstständige stärker in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden? Und wer soll die Rentenversicherung künftig eigentlich finanzieren?

Die Antwort führt direkt zur Frage nach Solidarität, Vermögen und Kapitalerträgen – und damit zur grundsätzlichen Frage, wie wir unseren Sozialstaat finanzieren wollen.

Rente ist keine reine Rechenaufgabe. Rente ist eine Frage von Lebensleistung, Gerechtigkeit und der Gesellschaft, in der wir leben wollen.

„Leuchtfeuer – Macht für die Acht“ – die neue Folge.

Und eines ist klar: Die Debatte ist noch lange nicht vorbei, auch wenn dies der vorerst letzte Podcast in der Summerspecialreihe ist. Am 26.09.26 geht es auf die Straße!

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